Topkauf in Klausdorf schließt

17.08.2017
Presseerklärung

CDU Fraktion fordert Perspektive für die Nahversorgung und Bebauung mit Augenmaß

Mit großem Bedauern hat die CDU Fraktion sowohl die Tatsache als auch die Art und Weise der Beendigung der Nahversorgung in einem Teil von Klausdorf durch das Schließen der Topkauf Filiale durch Coop zur Kenntnis nehmen müssen. Zwar ist aufgrund der vertraglichen Situation die Schließung nicht zu verhindern, allerdings ist der Zeitpunkt und die Form durch eine schlichte Gewerbeabmeldung, ohne vorherige Ankündigung, alles andere als verbraucherfreundlich und wenig bürgernah.

„Schon die ersten Reaktionen, von Erstaunen bis Hilflosigkeit, vor allem bei älteren Menschen, die sich an ihre Einkaufsmöglichkeit gewöhnt hatten und die teilweise davon sogar abhängig sind, zeigen, dass wir als politisch Verantwortliche aufgerufen sind, zu versuchen, für Ersatz zu sorgen,“ so der CDU Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Scholtis.

Die CDU Fraktion wird in der nächsten Sitzung der Stadtvertretung einen Antrag stellen, der zum Inhalt hat, Verwaltung und Vertretung der Stadt Schwentinental aufzufordern und zu verpflichten, alles erdenklich Mögliche zu unternehmen, um bei einer zukünftigen Nutzung dieses Areals sicherzustellen, dass begleitend eine Nahversorgung möglich bleibt. Das kann in Form eines „ Marktreffs“ oder einer anderen Form geschehen, die gewährleistet, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere auch die, die nicht so mobil sind, ihren Einkauf für den täglichen Lebensbedarf fußläufig im Einzugsgebiet und das ist nahezu die Hälfte des Ortsteil Klausdorf, zu erledigen.
Scholtis erinnerte daran, dass es Coop selbst war, die in den frühen achtziger Jahren an dieser Stelle unbedingt die Nahversorgung sichern wollten, dafür von der Gemeinde Klausdorf die planerischen Voraussetzungen beantragten und erhielten. Wenn sich Coop nun, aus welchen Gründen auch immer, aus dem Einzelhandelsgeschäft zurückzieht, kann dies nicht bedeuten, dass die inzwischen zuständige Stadt Schwentinental diese Kehrtwendung mitmacht, um z.B.eine zukünftig beabsichtigte reine Immobilienentwicklung, möglichst noch mit einer „Maximalbebauung”, durch einen Investor Coop oder andere zu fördern.

Es wird mit der CDU Fraktion nicht zu machen sein, auf diesem Areal, das bekanntlich im Eigentum der Coop steht und das als Einzelhandelsfläche ausgewiesen ist, eine Änderung durchzusetzen, die ein „Höchstmaß an Bebauung in Höhe und Breite“, zu welchen Zwecken auch immer, zum Inhalt hat. Eine Bebauung an dieser prägnanten Stelle muss sich behutsam ins Ortsbild am ‘Eingang  Klausdorfs“ einfügen und muss zudem sicherstellen, dass die Nahversorgung eine Perspektive hat.